der PvFritz UG (haftungsbeschränkt) für die Nutzung von yourapps.studio
Stand: Oktober 2026
§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die Nutzung der cloudbasierten Software-Plattform yourapps.studio, betrieben von der PvFritz UG (haftungsbeschränkt), Jahnstr. 3, 76461 Muggensturm, Deutschland, E-Mail [email protected] (nachfolgend "Anbieter"). yourapps.studio ist die Produktbezeichnung; Vertragspartner für die Nutzung der Plattform ist die PvFritz UG (haftungsbeschränkt). Mit der Registrierung oder Nutzung der Plattform erklärt der Kunde sein Einverständnis mit diesen AGB.
Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne des § 14 BGB, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen. Der Online-Abschluss steht Unternehmen mit Sitz in Deutschland offen; mit Kunden aus anderen Ländern schließt der Anbieter Verträge nur nach individueller Prüfung und auf Anfrage.
Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihrer Einbeziehung nicht gesondert widerspricht.
§ 2 Vertragsschluss
Mit der Registrierung auf der Plattform yourapps.studio beginnt eine kostenlose Testphase von 14 Tagen. Für die Testphase wird kein Zahlungsmittel benötigt, und sie endet ohne weiteres Zutun. Der kostenpflichtige Vertrag kommt erst zustande, wenn der Kunde in der Plattform ein Abonnement abschließt (Auswahl der Nutzerplätze und des Abrechnungszeitraums, Angabe der Rechnungsdaten, Erteilung der Zahlungsermächtigung) und der Anbieter den Abschluss bestätigt.
Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen. Der Kunde ist dazu verpflichtet, seine Kontodaten aktuell zu halten. Jeder Kunde ist berechtigt, nur ein Kundenkonto zu führen.
Der Anbieter behält sich vor, Registrierungsanfragen ohne Angabe von Gründen abzulehnen, insbesondere wenn ein Missbrauchsverdacht besteht oder gesetzliche Voraussetzungen nicht erfüllt sind.
§ 3 Leistungsbeschreibung
Der Anbieter stellt dem Kunden über das Internet Zugang zur Cloud-Plattform yourapps.studio als Software-as-a-Service (SaaS) zur Verfügung. Der aktuelle Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung auf der Website. Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform weiterzuentwickeln und zu verbessern sowie Funktionen zu aktualisieren, zu ergänzen oder einzuschränken.
Der Anbieter ist bemüht, eine Verfügbarkeit der Plattform von 99,5 % im Jahresdurchschnitt zu gewährleisten. Hiervon ausgenommen sind notwendige Wartungsfenster, die der Anbieter nach Möglichkeit vorab ankündigt, sowie Ausfälle aufgrund höherer Gewalt oder Drittausfälle (z. B. Internetanbieter, Rechenzentren), die nicht in der Verantwortung des Anbieters liegen. Einen jederzeit ununterbrochenen oder fehlerfreien Betrieb kann der Anbieter nicht zusichern.
Der Anbieter ist berechtigt, geplante Wartungsarbeiten durchzuführen, insbesondere in verkehrsarmen Zeiten (z. B. Nacht- und Wochenendstunden). Über geplante Wartungsarbeiten wird der Anbieter den Kunden mit angemessener Vorlaufzeit per E-Mail oder In-Plattform-Benachrichtigung informieren.
Erweiterungen im Katalog der Plattform ("Store") – Apps, Funktionen, Plugins, Websites, Datenpakete und Module – sind Software des Anbieters. Sie werden ausschließlich vom Anbieter bereitgestellt, von ihm geprüft und im eigenen Namen lizenziert, auch soweit sie gemeinsam mit Partnern entwickelt wurden. Die Plattform ist kein Marktplatz: Kunden und Dritte können über sie nichts an andere Kunden verkaufen oder vertreiben, und der Anbieter leitet keine Zahlungen an Dritte weiter.
Der Anbieter erbringt keine Zahlungsdienste. Soweit Module Zahlungen des Kunden betreffen (z. B. Shop, Bankabgleich, Zahlläufe), nutzt der Kunde hierfür ausschließlich seine eigenen Konten bei Banken und Zahlungsdienstleistern. Gelder des Kunden oder seiner Endkunden fließen zu keinem Zeitpunkt über den Anbieter.
Gegenstand dieser AGB und des Online-Bestellvorgangs ist ausschließlich der Zugang zur Software. Individuelle Leistungen (z. B. kundenspezifische Entwicklungen) sind nicht Teil des Abonnements; sie werden nicht über den Online-Bestellvorgang verkauft, sondern bedürfen einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung mit dem Anbieter.
§ 4 Preise und Zahlungsbedingungen
Die Preise für die jeweiligen Abonnement-Pakete sind auf der Website des Anbieters ausgewiesen. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer. Der Anbieter behält sich vor, die Preise anzupassen; bei Preiserhöhungen wird der Kunde mindestens 30 Tage im Voraus informiert und kann den Vertrag innerhalb dieser Frist kündigen.
Vertragspartner und Rechnungssteller ist der Anbieter. Die Zahlung erfolgt im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich) per SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte. Zahlungen werden über den Zahlungsdienstleister Mollie B.V., Amsterdam, abgewickelt; der Kunde erteilt dafür beim Abschluss des Abonnements ein SEPA-Lastschriftmandat oder eine Kartenermächtigung, die auch für die Folgezeiträume und für spätere Änderungen des Abonnements gilt. Für Jahresabonnements kann der Anbieter im Einzelfall die Zahlung auf Rechnung per Überweisung zulassen.
Schließt der Kunde bis zum Ende der Testphase kein Abonnement ab, wird der Zugang gesperrt; es entstehen keine Kosten. Die Daten bleiben für die in § 7 genannte Frist erhalten und können exportiert werden. Schlägt eine Zahlung fehl oder wird eine Lastschrift zurückgegeben, unternimmt der Anbieter weitere Einzugsversuche und informiert den Kunden; ist die Rechnung 14 Tage nach Fälligkeit nicht beglichen, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zu sperren, bis die Zahlung eingegangen ist. Kosten einer vom Kunden zu vertretenden Rücklastschrift trägt der Kunde.
Rechnungen stellt der Anbieter in digitaler Form aus (auf Wunsch als E-Rechnung) und versendet sie an die hinterlegte Rechnungs-E-Mail-Adresse; sie sind außerdem in der Plattform abrufbar. Der Kunde ist verantwortlich dafür, dass Rechnungsdaten und E-Mail-Adresse zutreffend und erreichbar sind.
Zusätzliche Nutzerplätze, ein höherer Tarif und zusätzliche Module gelten sofort; für den laufenden Abrechnungszeitraum wird nur der anteilige Mehrbetrag berechnet, bereits Gezahltes wird angerechnet. Eine Verringerung gilt ab dem nächsten Abrechnungszeitraum; eine Gutschrift für den laufenden Zeitraum erfolgt nicht. Ein Jahresabonnement bindet die bei Abschluss oder Verlängerung gebuchte Zahl der Nutzerplätze für das Jahr; während des Jahres hinzugebuchte Nutzerplätze werden monatlich zum Monatspreis berechnet und können zum Ende des jeweiligen Monats wieder abbestellt werden.
§ 5 Laufzeit und Kündigung
Die Laufzeit des Abonnements beträgt je nach gewähltem Paket einen Monat oder ein Jahr. Abonnements können jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt werden; der Zugang bleibt bis dahin bestehen. Sofern keine Kündigung erfolgt, verlängern sich Abonnements automatisch um den gleichen Zeitraum.
Die Kündigung erfolgt über die Abrechnungseinstellungen in der Plattform oder in Textform per E-Mail an [email protected]. Maßgeblich für den Kündigungszeitpunkt ist der Eingang beim Anbieter.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn der Kunde schwerwiegend gegen diese AGB verstößt, trotz Mahnung nicht zahlt oder die Plattform missbräuchlich nutzt.
§ 6 Nutzungsrechte und Pflichten
Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertragsverhältnisses und im Rahmen des gebuchten Abonnement-Pakets ein nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht zur Nutzung der Plattform ein. Das Nutzungsrecht ist auf eigene interne Geschäftszwecke des Kunden beschränkt.
Der Kunde ist verpflichtet, die Zugangsdaten (Benutzername und Passwort) vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Bei Verdacht auf eine unbefugte Nutzung des Accounts ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.
Es ist dem Kunden untersagt, (a) Zugangsdaten an unberechtigte Dritte weiterzugeben, (b) die Plattform zu reverse-engineeren, zu dekompilieren oder zu modifizieren, (c) die Plattform für rechtswidrige Zwecke, für Betrug oder den Versand unerwünschter Massennachrichten (Spam) oder in einer Weise zu nutzen, die Rechte Dritter – insbesondere Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrechte – verletzt, (d) technische Schutzmaßnahmen zu umgehen oder (e) die Sicherheit, Integrität oder Verfügbarkeit der Plattform zu beeinträchtigen, etwa durch Schadsoftware oder übermäßige automatisierte Zugriffe. Bei einem Verstoß oder einem Sicherheitsrisiko darf der Anbieter den Zugang vorübergehend sperren; § 5 bleibt unberührt.
Sämtliche Rechte an der Plattform, der Software, der Dokumentation und den Marken des Anbieters verbleiben beim Anbieter; der Kunde erhält ausschließlich die in diesem Paragraphen beschriebenen Nutzungsrechte. Die Daten, die der Kunde in die Plattform einstellt, bleiben Daten des Kunden.
Die Plattform enthält KI-Funktionen (Assistent "Bob"), die mit Sprachmodellen arbeiten, welche der Kunde über eigene Zugänge bei den jeweiligen Modellanbietern anbindet. Der Kunde ist für seine Eingaben und für die Verwendung der Ausgaben verantwortlich. KI-Ausgaben können unzutreffend oder unvollständig sein und sind vor ihrer Verwendung zu prüfen; sie ersetzen keine fachliche, rechtliche oder steuerliche Beratung. Untersagt ist es, mit den KI-Funktionen rechtswidrige Inhalte, sexualisierte Darstellungen ohne Einwilligung der Abgebildeten, täuschend echte Nachbildungen realer Personen (Deepfakes), Hassrede oder Schadsoftware zu erzeugen, private Daten Dritter offenzulegen, andere über die maschinelle Herkunft von Inhalten zu täuschen oder Schutzmechanismen der Modelle zu umgehen.
Importiert der Kunde Pakete aus Dateien (z. B. Apps, Funktionen, Plugins oder Kataloge, die er selbst erstellt oder von Dritten erhalten hat), geschieht dies in eigener Verantwortung. Der Anbieter prüft solche Dateien nicht; für deren Inhalt und Funktionsweise ist der Kunde verantwortlich. § 9 bleibt unberührt.
§ 7 Datenverfügbarkeit und Backup
Der Anbieter erstellt regelmäßige Sicherungskopien (Backups) der auf der Plattform gespeicherten Kundendaten. Bei Datenverlust wird der Anbieter bemüht sein, die zuletzt erstellte Sicherungskopie wiederherzustellen. Eine Garantie für die Vollständigkeit oder Aktualität der Backups wird jedoch nicht übernommen.
Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, Daten von besonderer Bedeutung eigenständig zu sichern. Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Datenverluste, die darauf beruhen, dass der Kunde keine eigenen Sicherungskopien erstellt hat.
Nach Beendigung des Vertragsverhältnisses hat der Kunde 30 Tage Zeit, seine Daten aus der Plattform zu exportieren. Der Anbieter stellt hierfür geeignete Export-Funktionen bereit. Nach Ablauf dieser Frist werden die Daten des Kunden entsprechend den geltenden Datenschutzbestimmungen gelöscht.
§ 8 Gewährleistung
Der Anbieter gewährleistet, dass die Plattform zum Zeitpunkt der Bereitstellung die vereinbarten Eigenschaften hat und für den vertraglich vorausgesetzten Gebrauch geeignet ist. Die gesetzlichen Gewährleistungsrechte des Kunden bleiben unberührt.
Mängelansprüche verjähren nach 2 Jahren ab Bereitstellung der Leistung, sofern der Mangel nicht arglistig verschwiegen wurde. Bei arglistigem Verschweigen eines Mangels gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen.
Der Kunde hat Mängel unverzüglich und nachvollziehbar zu melden. Bei einem Mangel ist der Anbieter berechtigt, nach eigener Wahl den Mangel zu beheben (Nachbesserung) oder eine mangelfreie Leistung zu erbringen (Nachlieferung). Schlägt die Nacherfüllung fehl, stehen dem Kunden die gesetzlichen Rechte zu.
§ 9 Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden, die aus vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten resultieren, für Verletzungen des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, gemäß den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes sowie bei arglistigem Verschweigen eines Mangels.
Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), d. h. solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut. In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren typischen Schaden begrenzt.
Eine weitergehende Haftung des Anbieters ist ausgeschlossen. Insbesondere haftet der Anbieter nicht für Datenverluste, soweit diese darauf zurückzuführen sind, dass der Kunde es unterlassen hat, angemessene Datensicherungen durchzuführen. Die Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 10 Datenschutz
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden und seiner Nutzer gemäß den geltenden Datenschutzbestimmungen, insbesondere der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Details zu Art, Umfang und Zweck der Datenverarbeitung sind in der Datenschutzerklärung des Anbieters einsehbar, die auf der Website abrufbar ist.
Soweit der Kunde über die Plattform personenbezogene Daten Dritter (z. B. eigener Kunden oder Mitarbeiter) verarbeitet, ist der Kunde selbst Verantwortlicher im Sinne der DSGVO. Der Anbieter agiert insoweit als Auftragsverarbeiter. Die Parteien werden hierüber einen gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO abschließen.
Der Kunde versichert, dass er über die erforderliche Rechtsgrundlage für die Verarbeitung personenbezogener Daten über die Plattform verfügt und sämtliche geltenden Datenschutzvorschriften einhält.
§ 11 Schlussbestimmungen
Diese AGB unterliegen dem Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB der Sitz des Anbieters (Mannheim).
Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Über Änderungen wird der Kunde mindestens 30 Tage vor deren Inkrafttreten per E-Mail oder durch einen Hinweis in der Plattform informiert. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Mitteilung, gelten die Änderungen als angenommen. Der Anbieter wird den Kunden in der Mitteilung ausdrücklich hierauf hinweisen.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. Die unwirksame oder undurchführbare Bestimmung wird durch eine wirksame Bestimmung ersetzt, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Testphase und Rückerstattung
Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht nicht, da der Anbieter ausschließlich mit Unternehmern kontrahiert (§ 1). Die Plattform kann 14 Tage kostenlos und ohne Zahlungsmittel getestet werden. Bei jährlichen Abonnements erstattet der Anbieter den Jahresbetrag vollständig, wenn der Kunde innerhalb von 30 Tagen nach einer Jahresabbuchung kündigt. Im Übrigen sind bezahlte Abrechnungszeiträume verbindlich.
Die Einzelheiten regelt die Rückerstattungsrichtlinie, die Bestandteil dieser AGB ist.